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Auf dem Weg zum Victoriasee


Erste Eindrücke von Tansania

Die bunten, dreirädrigen Tuk-Tuks sind das Transportmittel für die Bewohner Tansanias, beleben die Straßen und sorgen in den Dörfern für manchmal chaotischen Verkehr. Entlang der Straßen bieten Frauen  Erzeugnisse von ihrem Feld an, Obst und Gemüse werden einfach auf einer Plane auf dem Boden neben der Straße ausgelegt. Berge von Bananen sieht man in Tansania fast überall. 

Rings um eine Kaffeeplantage

Auf einer Kaffeeplantage finden wir einen Stellplatz zum Übernachten. Die Kaffeefarm lädt uns nach langen Fahretappen zu einer Wanderung durch die ganze Anlage ein. Die Kaffeebohnen sind reif und zwischen den Kaffeesträuchern blüht es in allen Farben.

Verkehrskontrollen

Die Sache mit der Polizei  
Nachdem wir die tollen Straßen in Tansania so richtig genießen konnten und endlich ein bisschen schneller voran kommen wollten, hat uns die Polizei eines besseren belehrt. Wegen nicht konsequenter Beschilderung ist es nämlich oft nicht eindeutig, welches Tempo gilt. Sind wir jetzt in einer Ortschaft oder nicht, das ist immer wieder die Frage. Nach zwei Strafzetteln informieren wir uns bei einem Kontrollposten über die Regeln. Eine besonders nette Polizistengruppe besteht auf einem Foto und ermöglicht uns seither ein problemloses Weiterfahren.

Traditionelle Lebensweise

Bei unserer Weiterfahrt entdecken wir an einem Ortseingang diese Hütten und halten an. Solche Hütten sind in Tansania ungewöhnlich. Makunza mit seinem orange-roten Umhang spricht ein richtig gutes Englisch, stellt uns seine Familie vor und erzählt  von seiner traditionellen Lebensweise. Wir sind von dieser Offenheit überrascht und lassen uns diese bewusste Lebensführung erklären. 

Eine Einladung zum Gottesdienst

An einem Samstag bummeln wir durch eine Kleinstadt und werden bei einer kurzen Stippvisite in einer Kirche zum Gottesdienst für den nächsten Tag eingeladen. Diese nette Einladung wollen wir einfach annehmen. Der Gottesdienst läuft dann ganz anders ab, wie wir ihn kennen, er gleicht eher einer Show mit Tanz und Gesang auf der Bühne. Es gibt aber auch lange Zeiten für Gebete, die sehr laut, innig und gestenreich von den Gläubigen vorgetragen werden.  Dem dreistündigen Gottesdienst folgt dann noch die Bibelstunde. Und das alles auf Suaheli, der Lehrer des Orts übersetzt uns gern.

Reisernte

In Tansania wird sehr viel Reis angebaut. Nach der Ernte und dem Dreschen wird er auf Planen ausgelegt und in der Sonne getrocknet. Dann wird er in Säcke verpackt und oft mit dem Fahrrad zur Mühle gefahren. Ein Sack wiegt immerhin 100kg, so ist der Transport per Rad ein Kraftakt. In der Mühle wird der Reis geschält und anschließend wieder verpackt. Es sind die ganzen Familien, die zusammenhelfen und den Reis versandfertig machen. Neben der Arbeit mit dem Reis wird  das Essen auf der offenen Feuerstelle vorbereitet, das die Familien in geselliger Runde zusammenbringt.

Am Victoriasee angekommen

Der Lake Victoria ist eines unserer Reiseziele auf dieser Fahrt. Schon lange haben wir von diesem See geträumt und uns gewünscht, irgendwann einmal dort zu sein. Und da kommen wir vom Süden her in der Stadt  Mwanza an den Victoriasee, und es sieht auf den ersten Blick so aus wie am Gardasee. Es ist ein fantastischer Anblick von unserem Stellplatz. Der Bismarck Rock erinnert mit seinem Namen noch heute an die Kolonialzeit.

Wir beobachten die Fischer am See, die mit Schilfbooten und einfachen Holzbooten zum Fischfang ausfahren.  

Nicht nur ein Zaungast

Die Vogelwelt am See ist vielfältig. Der hübsche Kingfisher beobachtet uns mit unserem Camper vom Zaun aus ganz genau. Da der See nach einer besonders langen Regenzeit sehr viel Wasser hat und Ufergebiete überschwemmt, finden die Vögel hier paradiesische Zustände vor. 

Hier wollten wir eigentlich einen Abstecher in die Serengeti machen. Leider ist nach der langen Regenzeit noch viel Wasser auf den Straßen und Wegen. Das Wasser sollte zuerst abgetrocknet sein,  bevor wir mit unserem Fahrzeug durch den Nationalpark fahren. So beschließen wir, uns gleich auf den Weg um den Lake Victoria herum zu machen. Wenn wir dann den See umrundet haben, wollen wir wieder hier an diesem Gate sein. So heißt unser nächstes Ziel Ruanda.

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